Gothics von gestern? Leipzig-Song in ya Face! 1000 Jahre Leipzigerei. Wohin am Wochenende?

“Neustart mitten in der Krise – ‘Leipziger Zeitung’ erscheint” (Sächsische Zeitung).
Am heutigen Freitag soll “…die erste reguläre Ausgabe der LEIPZIGER ZEITUNG in über 1.300 Verkaufsstellen, im Szenevertrieb und im Straßenverkauf in einer Druckauflage von 15.000 Stück in Leipzig und dem nahen Umland erhältlich sein.” Ohne Online-Ausgabe, nur gedruckt, möchten die Herausgeber irgendwann 12.000 Abonnenten für ihre Wochenzeitung gewinnen. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, haben sie sich ganz gross “journalistische Qualität” auf die Fahnen geschrieben. Wir sind ehrlich gespannt.

“Gothic Pogo Festival X – Too weird to live, too rare to die.” (Grandemagazine).
Verpasst das Wave Gotik Treffen mittlerweile die Trends der Szene? Claudia Grande schreibt: “Nicht nur das Line-up ist seit gefühlten 10 Jahren unverändert. Einen Großteil der Besucher kenne ich von Zeitungsfotos, teilweise jedes Jahr im gleichen Outfit. Nur die Falten im Gesicht werden mehr.”


Frank Vonthal – “1000 Jahre Leipzig” (YouTube).

Seit Tagen liegt das Video hier rum. Was soll man noch sagen? Es wäre ein Leichtes, einen weiteren Kübel Spott über diesen Song zu kippen. Selten haben wir derart drastisch am eigenen Körper erfahren müssen, was Musik anrichten kann, wenn man einfach mal nicht zur Zielgruppe gehört. Aber sowas von. Wer hingegen den Ton abstellt, der sieht eine aufgeweckte Leipziger Truppe, die einen fröhlichen Drehtag hatte. Und das ist doch was.

“1000 Jahre Leipzig – Happy Birthday!” (Deutsche Welle).
Ja, Happy Birthday Leipzig. Es folgt eine bunte Auswahl an Touristentipps, Geschichtsexkursen und ähm… Gegenwartsverklärungen:
“1000 Jahre Leipzig : 3 geheime Schätze entdecken” (DPA / Süddeutsche). “Fünf Dinge, die in Leipzig Geschichte(n) schrieben” (MDR). “Stadtjubiläum: Leipzig in 1.000 Minuten” (Zeit Online). “Fakten und Daten : Warum Leipzig alle abhängt” (Welt).

“‘Diese Party ist nicht unsere Party'” (Kreuzer).
Mit einem eigenen Umzug möchte die “Parade der Unsichtbaren” am Wochenende gegen die offiziellen Stadtfeierlichkeiten protestieren. Diese seien “in erster Linie eine Form von Selbstinszenierung, in der es darum geht, Leipzig als ein Konsum- und Kulturzentrum zu vermarkten und damit letztlich für Investoren attraktiver zu machen. Dabei geht es eben gerade nicht um ein ‘Wir’, das die Einwohner in dieser Stadt in irgendeiner Form einbindet.”

+++ BEAT AND RHYTHM! +++ BE-BEAT AND RHYTHM! +++


Ira Atari – “Heroes” (YouTube).

“Erstes Leipziger Frauenfestival auf dem Markt” (Stadtverwaltung).
Die Innenstadt ist nicht unbedingt als Zentrum zeitgemässer Musik bekannt. Für eine kurze Ausnahme sorgt diesen Samstag das Leipziger Frauenfestival, unter anderem mit Ira Atari und Bernadette la Hengst. (Siehe auch: “Mit Frauen feiern”, Kreuzer.)

Und sonst so?
Wie wär’s am Freitag mit dem “3. Streetfood-Markt auf der Feinkost” oder der grossen mephisto-Geburtstagsparty am Samstag im Täubchenthal?

Schönes Wochenende!

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WGT – Anstehen wie zu Ostzeiten. Ein Radiofeature über die Karli. Neue Leipzigbloggerinnen.


“24. WGT 2015 Wave Gotik Treffen Leipzig Freitag” von Jan Prototyp (YouTube).

Puh, Pfingsten ist geschafft! Wer jetzt immer noch nicht genug schwarz gekleidete und mehr oder weniger geschmackvoll aufgeplusterte Menschen gesehen hat, der gehe den entsprechenden Suchanfragen bei Flickr oder YouTube nach (Snapchat war schon weg). Unser Lieblingsvideo zeigt die Schlange vor der Bändchenausgabe am Hauptbahnhof, wo zeitweise mit anderthalb Stunden Wartezeit zu rechnen war. Wie zu Ostzeiten, ach was: Schlimmer!

“‘Besser Anders – Subkulturen zwischen Rebellion und Anpassung'” (Heldenstadtbewohner).
Sogenannte “Gruftys” gab es bereits in der DDR. In der Runden Ecke war am Wochenende die Austellung “Kinder der Nacht – unangepasst und überwacht – Schwarze Szene in der DDR” zu sehen. In diesem Zusammenhang immer wieder gut: Die 2011er Dokumentation “Besser Anders – Leipziger Subkultur zwischen Rebellion und Anpassung” (auch komplett bei YouTube).

“App: ‘Leipzig ’89′” (Runde Ecke Leipzig).
Apropos Runde Ecke. Das Museum hat die Smartphone-App “Leipzig ’89” vorgestellt. Damit sollen die bereits aus dem Stadtbild bekannten Stelen um einen GPS-gestützten Audioguide ergänzt werden. (via MDR.)

“Brennpunkt Eisenbahnstraße: Drei Schlägereien in drei Nächten” (MDR).
Massenschlägereien an drei Abenden in Folge, daraus resultierend kurzzeitige Strassenbahnumleitungen und eine aus Syrien stammende Familie, die Polizeischutz sucht.

“Adolf-Südknecht-Straße. Leipzigs Geschichte im Wandel einer Straße.” (MDR Figaro).
Ein halbstündiges Feature (die Königin unter den Radioformaten) über die Karl-Liebknecht-Strasse von Judith Burger. Beginnend in der heutigen Hipster-Flanier-Magistrale zurück in die siebziger Jahre (Anschraubung der Löffelchenfamilie) bis in den Zweiten Weltkrieg.

“Polizisten mit Kontakten in die rechtsradikale Szene?” (Deutschlandfunk).
“Illegale Beweise” (Kreuzer).
Clemens Haug schreibt beim Kreuzer: “Juristisch sind die veröffentlichten Handydaten als Beweismittel nicht verwendbar. Sie wurden durch einen schweren Raub mit Körperverletzung und damit schlicht illegal gewonnen. Auch die Ermittlungen zum Überfall selbst sind noch nicht abgeschlossen (…).”

“Was macht eigentlich ein Pressesprecher?” (Mephisto).
Matthias Hasberg erzählt von seiner Arbeit als Pressesprecher der Stadt Leipzig. Wir erfahren auch, dass er sich die Professionalität für eine Rückkehr in einen klassischen Journalisten-Job zutraut.

“Neues Erscheinungsbild für das Gewandhausorchester” (Designtagebuch).
Das Design des Leipziger Gewandhausorchesters wurde erneuert und ist ab August im Einsatz zu bestaunen. Ein Interview mit dem Geschäftsführer der verantwortlichen Hamburger Agentur.

“Zwischen Abendbrot und Internetwährung” (DJV Sachsen Blog).
Zum DJV- Bloggerstammtisch kurz vor Himmelfahrt in Leipzig sind 15 Bloggerinnen und Blogger erschienen. Ein Fazit: “Generell scheinen die Leipziger (Lokal-)Blogger (…) schon recht gut vernetzt zu sein, anders als in Dresden.” Nur Geld wird mit der Bloggerei, wie so oft, kaum verdient.

Neu bei den Leipzigbloggern: Zoelestin. Christine, Franzi und Claudi möchten in ihrem Lifestyle-Blog “… jeden Monat ein Thema vorgeben, welches ihr dann unter ‘Monthly Inspiration’ finden könnt. Dazu geben wir euch Anregungen und zeigen euch unsere Ideen”. (Gefunden bei “Annabelle sagt”. Vielen Dank dafür!)

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Musik aus Leipzig: LOT.


LOT – “Lass es brennen” (YouTube).

Das ist aber nicht der Cospudener See, mein Lieber!
Uns scheint, LOT haut gerade alle sechs Wochen einen neuen Clip raus. Hier also: “Lass brennen” vom Album “200 Tage”, welches neulich im Kreuzer (5/15, S. 50) als “wenig überraschend” und “sehr gefällig für Menschen, die Club Mate trinken” geherzt wurde.

Lust auf noch mehr “Musik aus Leipzig”?
Hier geht’s zur Youtube-Playlist mit den Clips aus der heldenstadt-Reihe!

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Die Band PRGRM aus San Diego hat einen Song mit dem Titel “Leipzig” veröffentlicht.


PRGRM – “Leipzig” (Vimeo).

Die kalifornische Band PRGRM (gesprochen: Prougrämm) hat ihren Song über eine Stadt, von der nur noch Ruinen übrig sind, mal eben “Leipzig” genannt. Irgendwie tröstlich, dass der Hypezig-Lockruf noch nicht ins 15 Flugstunden entfernte San Diego gedrungen ist. Die örtlichen NBC-Redakteure des Making-Off (“Get with the PRGRM”) nennen uns sogar nur lapidar: “Leipzeg”. Eat this, Stadtmarketing!
(PRGRM bei Facebook und Twitter.)

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Massig Musik: hier kommt die amtliche Leipzig-Playlist für den Mai 2015!

Mai in der Messestadt – und Heldenstadt.de liefert den perfekten Soundtrack dazu! Euch erwarten 25 neue Tracks im “Sound Of Leipzig”. Nur in unserer handverlesenen Spotify-Playlist vermischt sich Musik made in Leipzig mit den besten Songs der Acts, die in diesem Monat unsere Stadt besuchen. Eine Tonne Musik für den Wonnemonat!

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Mit dabei sind jede Menge Künstler aus Leipzig. Als da wären: Weiterlesen →

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Ihr macht Musik? Dann bewerbt Euch jetzt für den GROSSEN PREIS von Leipzig!

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Zu den guten Seiten des Leipzig-Hypes gehört, dass immer mehr Musikerinnen und Musiker auf den Bäumen zu wachsen scheinen, oder zumindest unsere Stadt zu ihrer Homebase erkoren haben. Längst machen auch die grossen Live-Acts keinen Bogen mehr um Leipzig, die Clubszene zeigt sich abwechslungsreich wie nie zuvor.
Das finden wir richtig gut!

“Musik aus Leipzig” heisst die Rubrik, für die wir Euch hier regelmässig die spannendsten Künstlerinnen und Künstler aus Leipzig einsammeln. Unsere gleichnamige YouTube-Playlist bringt es mittlerweile auf mehr als 120 Minuten.

Und jetzt kommt noch was dazu:

Gemeinsam mit Moritzbastei und Werk II präsentieren wir Euch in diesem Jahr den “Grossen Preis von Leipzig 2015″!
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