Fischer-Art verhüllt in Gera

brueh_l.JPG

(Foto: der Brühl Leipzig im Frühommer 2006)

Über Kunst lässt sich bekanntlich gut streiten, besonders kontrovers geht’s stets beim Thema Michael Fischer-Art zur Sache. Wo einige am liebsten noch heute mit eigenen Händen die Bahnen von den Häusern am Brühl reissen würden, sind andere wahrscheinlich voller Rührung über die grossflächigen Logos von Unternehmen oder die Darstellung ihrer Person auf Stoff an prominenter Stelle im Stadtbild. Eines muss man Herrn Fischer-Art lassen: er hat ein super Geschäft entwickelt.
Jetzt wird die Idee der sponsorenfinanzierten Hausverhüllung auch nach Gera exportiert. Zur Bundesgartenschau im April soll ein Wohnhaus am Rande des Ausstellungsgeländes dran glauben. Das Geld zur Verhüllung der Westfassade sichert die Stadt Gera ab. Ob die Ostseite des Gebäudes ebenfalls verhüllt wird, hängt davon ab, ob genug Sponsoren gefunden werden. Falls ja, sollen die Bilder im Anschluss an die Aktion für einen gemeinnützigen Zweck versteigert werden. Das finde ich Super, ist doch besser, als sie nach der BUGA einfach wegzuschmeissen, oder?
Hallo Gera, willkommen im Club!

UPDATE 27.3.: HIER ein kleiner Blick auf den Entwurf.

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7 Kommentare

  1. Erstellt am 27. März 2007 um 00:16 | Permanent-Link

    Liebe Geraer, mein herzliches Beileid…

  2. Erstellt am 27. März 2007 um 08:47 | Permanent-Link

    Ich fordere Wiedereinreiseverbot für Fischer-Art !

  3. Erstellt am 27. März 2007 um 09:48 | Permanent-Link

    Ich wollt’s gerade schreiben… Looza hat Recht, lasst ihn nicht mehr aus Ostthüringen raus!

  4. Erstellt am 28. März 2007 um 08:22 | Permanent-Link

    Ich finds immer wieder lustig, wenn Fischer-Art’s Leidenschaft, großflächig zu malen, mit Verhüllung verglichen wird. Der verhüllt nichts. Der macht das Stadtbild kaputter als es die angeblich hässlichen Brühlhochhäuser je gemacht haben.

    Sicher definiert jeder Kunst anders. Aber wenn sich einer über Jahrzehnte nicht weiterentwickelt und immer die gleich großen Glubschaugenfratzen malt, dann ist das keine Kunst. Das wärem als füllte ich meine Zeitungstexte nur mit Copy-Paste ohne mal den Grips anzustrengen.

    Letztlich seh ich es auch nicht als Kunst an, riesige Stoffdinger vollzumalen. Da war er wohl eher Produzent denn Künstler, denn wer so viel vollmalen muss, muss im Akkord arbeiten. Da bleibt keine Zeit zum überlegen.

    Jede andere Stadt tut mir leid, die diesen grellbunten Blödsinn im öffentlichen Raum ertragen muss.

  5. Erstellt am 28. März 2007 um 09:20 | Permanent-Link

    Ich bin 96 hierher gezogen und sehe seitdem denselben ******* [Editiert vom Admin] von ihm, immer und immer wieder. “Stil” ist was anderes, Weiterentwicklung nicht zu erkennen.
    Abgesehen davon muss man sich die Brühlhochhäuser einfach mal richtig angucken, das ist einfach eine riesige Werbeplakatierung.

    Ich glaub der wird von Politikern etc. nur so getätschelt weil er einfach mal “niedlich und ungefährlich” ist und nie im Leben irgendjemandem auf die Füsse treten würde. Kunst verstehe ich anders.

  6. janine
    Erstellt am 30. März 2007 um 11:36 | Permanent-Link

    ein mann – ein name: f.art

  7. Erstellt am 11. Januar 2008 um 13:12 | Permanent-Link

    Autsch! Da Lob ich mir die Richtlinien für Fassaden und Dächer die durch unsere Stadtverwaltung rausgegeben werden, da kann “so etwas” nicht passieren.

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