Stell Dir vor, Du gehst in der Innenstadt einkaufen und plötzlich wird die Person neben Dir vom Erdboden verschluckt. Das hätte vielleicht passieren können, als sich Mitte August in der Gasse zwischen dem Karstadt-Haus und P&C die Erde auftat. Ein zwei Quadratmeter grosses und unangenehm tiefes Loch in der Fussgängerzone der Leipziger Innenstadt. Der Ort, mitten auf künftigen Strecke des in Bau befindlichen City-Tunnels, gab Anlass zu Spekulationen: Waren die Bohrungen Schuld? Eine Woche später bestätigte die Planungsgesellschaft Deges: Ja.
Und wie sieht es dort heute, vier Wochen später aus?

(Foto vom Freitag)
Dank langer Lieferzeit für Ersatzpflastersteine bleiben die Reste des Lochs voraussichtlich noch bis zum Januar 2008 erhalten. Ein touristischer Abstecher vom Weihnachtsmarkt ins Preussengässchen zur lustigen Lochruinenbesichtigung wird also durchaus drin sein.
Irritierend allerdings der Artikel in der heutigen LVZ (Seite 19) , nachdem die Ursache für das Loch laut City-Tunnel-Projektleiter Herrn Denzer„ … eine lockere, bis in acht Meter Tiefe reichende Auffüllung“ sei. Dann kommts: „Und die rührt möglicherweise aus Baumaßnahmen her, die schon vor Jahrzehnten erfolgt sind“.
Aha. Dann ist ja alles wieder gut und wir alle guten Mutes, dass der in diesen Tagen unter der Petersstrasse anrückende Riesenbohrer keine Gebäude zum Einsturz bringen wird. Gehen Sie bitte weiterhin ganz beruhigt einkaufen, es kann Ihnen nichts passieren.






4 Kommentare
Seit wann gibt es bitte 3-4 Monate Lieferzeit für Pflastersteine. Klingt nach DDR.
Vor allem fragt sich, wo die Pflastersteine sind, die dort vorher waren–es sei denn, man hat mit ihnen das Loch verfüllt; aber das wurde ja angeblich mit feinem Sand erledigt. Klingt mir sehr stark nach einer faulen Ausrede. Ich würde fast vermuten, dass man weitere Senkungen befürchtet. Hoffen wir, dass die dort im abgesperrten Bereich auftreten und nicht im Dezember mitten auf dem Weihnachtsmarkt…
Hey, bin gerade zum ersten Mal in Leipzig und sehr begeistert von Eurer schönen Stadt. Schöne Häuser, gute Kneipen und meist freundliche Menschen. Fein, fein.
Schöne Grüße, so von Stadtblogger zu Stadtblogger. Vielleicht sehen wir uns nächstes Jahr wieder auf der re:publica…
Das ist ja nett!