Da nehme ich mir vor, die Kamera immer dabei zu haben, aber natürlich ist es so, dass man sie, wenn man sie gerade doch einmal nicht dabei hat, am meisten vermisst. So ging es mir gestern Abend, als ich nur kurz zum neuen Späti bin, um Tabak zu holen. Auf der Altenburger Straße an der Media City Leipzig vorbeifahrend sehe ich schon den Tross junger Menschen, der sich durch die Südvorstadt bewegt. In einer riesigen Schlange ziehen hunderte Leute von der MCL in Richtung Karli. Was waren das für Menschen?, mag sich der fragen, der nicht in der Nähe des alten Schlachthofs wohnt.
Vom 27. bis 30. September finden in Leipzig die Jugendmedientage statt, bei denen sich zirka fünfhundert junge Medienmacher – d. h. Redakteure von Schülerzeitungen, junge Journalisten der Lokalpresse, von offenen Kanälen oder Online-Medien – treffen, um mit Medienprofis und anderen über Medien zu reden, gemeinsam Workshops zu besuchen oder einfach ein bisschen Networking einzuüben. Der Schwerpunkt liegt diesmal auf dem Web 2.0.
Also beschließe ich heute, aus Angst schon wieder Fastunfälle mit herdengetriebenen Jungjournalisten herbei zu führen, auf dem Weg zur Mensa Interim die Altenburger Straße zu meiden. In der Mensa ein ähnliches Bild: ein Menschenauflauf. An Nahrungsaufnahme ist dort nicht zu denken. Samstags findet man sonst immer genug Platz. Aber heute? Was dort geschehen ist, konnte mir niemand erklären.

Was bleibt einem übrig? Ein labberiges belegtes Brötchen? Ein Döner am Burgplatz? Ich würde ja gern mal in die Brötchenmanufaktur in der Jahnallee (siehe Bild), weil das Gebäude so schön da steht, so schön bemalt ist und weil es dort nach frischem Brot duftet. Doch der Burgplatz ist näher und einen Tee gibt es kostenlos on-top.







2 Kommentare
Da hat wohl jemand SubwayBrötchenGeld versprochen bekommen?!?
Ein schöes Grafitti ist mir in deisem Blog noch nicht über den weg gelaufen.
Aber wenn ne Company, die Totes Tier auf Brot serviert und andere Dinge gequälter Tiere , mal nen Maler engagiert wirds gleich publik gmacht.
Jetzt bin ich n bissl enttäuscht und fordere mehr Mut zu Kreativität und Unangepasstheit.
Schade das es vor McDoof und “Ko” nicht nach Schlachabfällen duftet.
Mmmhh lecker
Aber wem Pfeffersteak und Pikantes Nierchenragout (mit saurer Gurke) in der Mensa mundet. Dem dürfte auch aufkommende Trend zur Rinnsteinwurst nicht stören…
Guten Appetit
Das tolle an dem Subway dort ist tatsächlich, dass die Bude – weil alles herum abgerissen wurde – so allein da steht und wie ein Bushäuschen oder ein U-Bahn-Zugang aussieht (siehe) und ganz und gar nicht wie Leipzig. Dass es dort auch die erwähnten labberigen belegte Brötchen gibt, brauche ich nicht zu schreiben. Leider bin ich kein Street-Art-Kenner. Wenn du Vorschläge hast, her damit!
Ein Trackback
[...] betroffen ist –, ist man ganz schnell mittendrin in einer wilden Reise zu den seltsamsten Ecken der [...]