Was charakterisiert eine Warnung? Dass sie schnell ausgesprochen wird, also rechtzeitig vor einer drohenden Gefahr gewarnt wird? Eigentlich schon. Insofern ist das, was die Stadt Leipzig da heute vom Stapel gelassen hat, nur halb konsequent. Zwar wurde gewarnt. Mit der kompletten Aufklärung hat man’s dann aber wohl nicht so eilig.
Konkret geht es um verseuchtes Marihuana, das wohl derzeit in Leipzig und Umgebung im Umlauf ist. Giftige Substanzen seien enthalten, teilen Gesundheitsamt und Polizeidirektion mit. Was es genau damit auf sich hat und wie man gegebenenfalls handeln soll, wenn man das Zeug zu sich genommen hat, wird aber erst morgen verraten. In einem Pressegespräch.
Sorry, wie krank ist das denn? Wozu ein Pressegespräch dazu? Was will man dort machen? Vorführen, wie das verseuchte Kraut wirkt? Oder Kochrezepte präsentieren? Warum schafft man es nicht, die nötigen Fakten zu sammeln und aufzuschreiben? Und zwar heute noch, wenn es doch angeblich so gefährlich ist? Oder ist der Schutz der Leipziger Kiffer nicht so wichtig?
Update I: Die LVZ berichtet am 7.11. von bis zu 20 Bleivergiftungen bei Drogenkonsumenten seit September in Leipzig
Update II: Das Rathaus informiert nun ausführlich zu Gefahr, Wirkung und Behandlung.






4 Kommentare
Darwin.
Oh, das war böse.
das ist wohl schon länger ein problem, es gab bundesweit berichte zu dem thema seit 2004. beliebt ist auch, gras mit glas zu strecken. kein scherz. bei bedarf kann ich was dazu schreiben … mail an mich genügt :)
da hilft dann wohl doch nur noch selber anbauen … :(