In Leipzig und Umgebung sind lebensbedrohliche Bleivergiftungen aufgetreten, die durch verseuchtes Cannabis und Marihuana hervorgerufen wurden. Besorgten Konsumenten wird empfohlen, sich ärztlich untersuchen zu lassen.
Die Informationen im folgenden Text haben wir anonym erhalten. Wir haben mit jemandem gesprochen, der zum Check beim Gesundheitsamt gewesen ist, und seinen Bericht aufgeschrieben:
“Ich kiffe. Nicht viel und nicht oft, aber seit ein paar Jahren mag ich den Effekt, den Marihuana auf mich hat und setze ihn gezielt ein, hin und wieder öfter, dann wieder monatelang gar nicht.
Was sich seit einiger Zeit bereits als Gerücht durch Leipzig bewegt hat, wird Mitte dieser Woche durch Pressemitteilungen der Polizei und der Stadt Leipzig real: Es ist mit Blei versetztes Gras in Leipzig unterwegs. Nach einem kurzen Blick bei wikipedia zum Thema “Bleivergiftung” wird mir ganz schön mulmig, besonders da gut die Hälfte meines Konsum aus “bei anderen mitrauchen” besteht und ich grösstenteils gar nicht genau weiss, woher die Leute ihr Zeug beziehen.
Deswegen stehe ich Freitag um neun Uhr vor dem Gesundheitsamt Leipzig. Um einen “Bleitest” zu machen. Und nicht nur ich, gut 15 grösstenteils junge Menschen sind mit demselben Ziel da, was die Dame am Empfang zu der erstaunten Frage “Gehören sie alle zusammen?” verleitet. Nein, das nicht, wir sind nur alle aus demselben Grund da. Unerwarteter Andrang eben bei einem Amt, das normalerweise nur ein paar Aids-Tests durchführt.
Der erste Schock folgt auf dem Fusse: Trotz der Vorab-Erklärung, dass der Test anonym sei, fragt das Gesundheitsamt die vollen Personalien ab und verlangt die Ausfüllung eines Fragebogens (wie oft und wieviel gekifft wird), was einige der Interessierten dazu bringt, direkt wieder zu gehen (Man kann den Test auch wirklich anonym bei seinem Hausarzt machen, wie ich später erfahre). Kein guter Stil.
Nachdem ich kurz das Risiko abwäge (Stichwort Eigenbedarf und der Fakt, dass ich momentan nichts zu Hause habe) entscheide ich mich mitzumachen und tröste mich mit der Vermutung, dass die Polizei/das Gesundheitsamt vielleicht die Chance nutzt, um eine gross angelegte Versuchsreihe zum Verhältnis zwischen dem Konsum und dem THC-Gehalt im Blut zu machen, wann kriegt man schonmal so einen Haufen verschiedener Konsumenten zusammen, die freiwillig Blut abgeben.
Der eigentliche Vorgang geht schnell, nach kurzer Wartezeit wird mir ein wenig Blut abgezapft und mitgeteilt, dass das Ergebnis in einer Woche vorliegen wird.
Am Nachmittag erfahre ich dann, dass ich in den letzten Monaten definitiv bleiverseuchtes Gras zu mir genommen habe, denn die Drugscouts haben einen einfachen Schnelltest kommunizert: Man soll sein Gras über Papier ziehen, wenn dabei schwarze Streifen entstehen, ist das Gras kontaminiert. Aber auch wenn man sein Gras in den vergangenen Monaten von verschiedenen Quellen bezogen hat (oder gar nicht weiss wo es genau herkam) sollte man seinen Bleigehalt im Blut messen lassen, wie gesagt aber wohl lieber beim Hausarzt.
Ich werde jetzt auf das Ergebnis warten und ein paar Monate abstinent bleiben bis sich die ganze Sache aufgeklärt hat.”

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Ich kann mit meinem Gras auch Bilder malen. Wie lang dauert
es bis Du das Testergebnis erhältst? Halte die Außenwelt bitte auf dem laufenden.
seid heute werden auch beim gesundheitsamt keine persönlichen daten mehr erfasst…
der besucherstrom ist sehr hoch. und teilweise liegen schon schwere vergiftungen vor!
@Thomas: Meinst du die Leute, die schon vor der Meldung der Stadt und der Polizei vom 7.11. in Behandlung waren? Falls es neu festgestellte schwere Vergiftungen gibt, woher kommt die Info?
naja,
wird wohl doch endlich mal zeit für die erlaubnis zum home-growen. dann passiert sowas auch nicht.
dealer bestrafen!
Aktuell: 20.2.2009 – Einer Mitteilung des Deutschen Hanf Verbands zufolge fanden im Raum München Bleivergiftungen durch kontaminiertes Cannabis statt…mehr beim DHV auf der Seite..