Last Christmas, I Gave You My Herpes

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Weil es so schön in diesen Advent passt, sei hiermit ein Gag zweitverwertet. Immerhin kam die Idee dazu beim Gang über den letztjährigen Leipziger Weihnachtsmarkt. In einen Cartoon umgesetzt hat ihn Piwi (das ist der Typ, der auch unsere freundlichen Teamportraits gezeichnet hat).
“Das Trinken von Alkohol mittags um 11 Uhr unter freiem Himmel ist plötzlich kein Akt von asozialem Verhalten, sondern ein durch alle Gesellschaftsschichten anerkannter genussvoll-kultureller Vorgang”, schreibt Herr Jensen in seinem Blog, und ich kann mich dieser Meinung nur anschliessen. Die Menschen stehen um Mülltonnen herum! Vorbeigehende werfen ihren Abfall in die kleinen runden Löcher vor ihrer Nase, während sie schlürfen. Prost!

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4 Kommentare

  1. Erstellt am 16. Dezember 2007 um 13:34 | Permanent-Link

    Ist doch total praktisch, mit den Mülltonnentischen.

    Schlimm sind doch eigentlich die Leute: Achteltonner mit ebenso dicken Kindern kommen aus den Vorstädten auf den Markt geströmt, um dort erst einmal 50 cm lange Bratwürste zu verdrücken, dann noch ein paar Glühwein, gebrannte Mandeln und diese schrecklichen Waffeln mit schwer zu definierender Füllung. Da wird dann noch eine furchtbar hässliche Plüschfigur (der berüchtigte Plüschschneemann) gekauft, bevor die schrecklich sympathische Familie wieder nach Hause fährt, damit der Papa endlich wieder noch mehr trinken kann. Denn schließlich ist ja Wochenende oder Advent oder einfach so Feierabend.

    Und natürlich die Musik an den Ständen und Fahrgeschäften. Weihnachtsschlager oder weihnachtliche volksdümmliche Musik. Da ist ja der Wham!-Hit ein Scheißdreck dagegen.

    Aber vielleicht bin ich einfach noch nicht in der richtigen Weihnachtsstimmung.

  2. Erstellt am 16. Dezember 2007 um 14:58 | Permanent-Link

    bei dieser kollektiven glücksheuchelei hilft nur: blick nach unten, ipod volle laaustärke und durch. bah

  3. Erstellt am 16. Dezember 2007 um 20:13 | Permanent-Link

    Nix gegen Wham! und dicke Kinder bitte.

  4. Perle
    Erstellt am 18. Dezember 2007 um 21:23 | Permanent-Link

    Ihr habt natürlich vollkommen recht, aus diesem Blickwinkel des Konsumierens und mit dem/eurem Focus auf das Häßliche.
    Aber stellt euch vor: ihr geht, wie ich, mit einem kleinen sagen wir 4jährigen dünnen (!) Kind durch diese Wunderwelt voller in der Dunkelheit glitzernder Sterne, Lichter, Engel – hin zu einem mit den wunderlichsten, schön bemalten und wie gerade einem guten (!) Märchenbuch entsprungenen Figuren bestückten, alten Karussell… Manchmal sehne ich mich zurück nach dieser kindlichen vorurteils- und wertfreien Wahrnehmung, und blicke beim Gang über den Weihnachtsmarkt nur in die Augen meines Kindes um ein wenig von dieser hingebungsvollen Faszination zu erleben…
    und dann diese pure Freude, wenn sie einmal im Jahr (!) eine Zuckerwatte in die Hand bekommt und sie nichteinmal schafft aufzuessen, weil sie derlei nicht gewöhnt ist…

    Wir sind manchmal viel zu verbissen und erwachsen, Leute, sag ich euch.

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