Eric Malitzke im Porträt

Das “Handelsblatt” porträtiert heute Eric Malitzke, Chef des Flughafens Leipzig/Halle. Der Mann ist erst 34 Jahre alt und hat schon gut Karriere gemacht – er ist der jüngste Airportkapitän Deutschlands. Und er will Leipzig/Halle zum zweitwichtigsten Frachtflughafen Deutschlands machen. Keine wirklich gute Nachricht für Gegner des Nachtflugverbots, dafür aber sicher eine gute Meldung für den Arbeitsmarkt. Noch ein kurzer Auszug zum Thema:

In Leipzig verliebt sich Malitzke – auch wenn nicht alle Leipziger ihn lieben. Der Flughafenausbau stößt in der Stadt und benachbarten Gemeinden auf Kritik. Zu den sogenannten Turnhallenrunden, die die IG Nachtflugverbot veranstaltet, geht auch Malitzke – als ungeladener und unwillkommener Gast. Nach Abenden, an denen er als „Lügner“ und aufgrund des Arbeitsplatzarguments als „Zyniker“ beschimpft wird, ruft er schon mal Michael Hupe an, den Chef des Flughafens Dresden, der „Eric“ als jemanden beschreibt, der „sich Herausforderungen stellt“.

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2 Kommentare

  1. Michael
    Erstellt am 5. April 2008 um 13:55 | Permanent-Link

    „Der Mann ist erst 34 Jahre alt und hat schon gut Karriere gemacht…“.

    Die Frage, auf wessen Kosten, kann den Bürgern hier sicher nicht untersagt oder übel genommen werden.

    Durch die schlechte Information zum Gesamtsachverhalt haben sich bei mir sehr viele Fragen ergeben. Die meisten Informationen habe ich nicht von den Verantwortlichen, sondern über vereinzelte Infoveranstaltungen erhalten, so dass mein Vertrauen stark eingeschränkt ist.

    Das Argument “Lügner/Zyniker” ist scheinbar nicht vom Himmel gefallen. Am Flughafen werden wohl aus der Region um Leipzig/Halle in erster Linie Teilzeitkräfte im Niedriglohnbereich beschäftigt. Geschwiegen wird z.B. über die Bürger, die ihren Arbeitsplatz aufgeben müssen, weil sie hier nicht mehr gesund leben können und sich damit auch eine neue Arbeit am neuen Wohnort suchen müssen. Soweit mir bekannt, soll DHL im Gegensatz zum alten Standort außerhalb Deutschlands in Leipzig scheinbar sogar noch Arbeitsplätze eingespart haben, zumal die Arbeit hier sicher auch noch geringer bezahlt wird, als am alten Standort.

    Über den Sachverhalt, dass der Flughafen für Transporte von “Arbeitsplätzen” ins Ausland, z.B. in den asiatischen Bereich, genutzt wird, so dass hier in ganz Deutschland auch dadurch weitere Arbeitsplätze wegfallen, spricht man nicht. Die “Arbeitsplatzlüge” kann benutzt werden, um die Bürger bei Stimmung zu halten und dadurch Uneinigkeit zu erzeugen.

    In der Öffentlichkeit erfährt man kaum etwas über Waffen- und Truppentransporte, für die der Flughafen Leipzig/Halle scheinbar mit großem Anteil genutzt wird. An diesem Geschäft beteiligen sich nicht nur die Bürger unseres Landes, die daran verdienen, es beteiligen sich auch die Bürger, die dazu schweigen. Warum erfolgt dazu keine Aufklärung?

    Leipzig uns das Umfeld geraten damit auch in den Fokus von Terroraktionen und die Bürger hier werden noch nicht einmal gefragt, ob sie mit diesem Kriegsgeschäft einverstanden sind. Die Frage dazu wäre der 2. Schritt nach der Information dazu und die wurde nicht allgemein zugänglich veröffentlicht.

    Soweit ich bei einer Infoveranstaltung Kenntnis erlangt habe, ist der Freistaat Sachsen Gesellschafter des Flughafens und damit auch verantwortlich für dessen Wirtschaftlichkeit? Der Flughafen soll wohl mit DHL einen 30-Jahre-Vertrag abgeschlossen haben, wo sinngemäß verankert ist, dass der Flughafen für alle Kosten im Zusammenhang eines Umzuges (auch Neuaufbau am neuen Standort) von DHL aufkommen muss, falls DHL z.B. wegen Einschränkungen die „Zelte“ in Leipzig abbrechen muss oder möchte? Dies würde sicher den wirtschaftlichen Zusammenbruch des Flughafens zur Folge haben, wofür wiederum auch der Freistaat Sachsen als Gesellschafter und damit der Steuerzahler aufkommen müsste. Das Regierungspräsidium, u.a. zuständig für Beschwerden zum Thema Flughafen, ist nach meiner Kenntnis dem Freistaat Sachsen unterstellt? In diesem Zusammenhang stellt sich für mich dringend die Frage nach der Motivation dieser Behörde zur Bearbeitung von Beschwerden. Es stellt sich für mich weiter die Frage, wie solch eine Konstellation in einem „Rechtsstaat“ und einer zugesagten „Demokratie“ überhaupt möglich ist?

    Ich habe erfahren, dass die Politiker in Brüssel Angst um ihre Wiederwahl hatten und deshalb Auflagen gegenüber DHL durchsetzten? DHL ist wohl auch deshalb nach Leipzig umgezogen? Warum haben unsere Politiker keine Angst vor einer Wiederwahl? Liegt es daran, dass wir nichts dagegen tun?

    Fragen, auf die ich gern eine Antwort hätte. Für den 16. April 2008, Treffpunkt 16:00 auf dem Nikolaikirchhof, habe ich eine Einladung zur Demo erhalten. Ich werde hingehen und hoffe, dass alle Bürger noch die Erinnerung der friedlichen und sehr wichtigen Demos von 1989 in sich tragen, den Gedanken der Einigkeit aufnehmen und auch daran teilnehmen werden.

    Alle sind betroffen und Wenige verdienen daran!

    Michael

  2. Thomas
    Erstellt am 14. Juli 2008 um 17:02 | Permanent-Link

    Die sog. “kurze Südabkurvung” ist der nächste Streich – hinter dem Rücken der Bürger ausgeheckt, in ihren Folgen aber auf dem Rücken der Bürger ausgetragen.

    Liebe “Volksvertreter”, wann beginnt Ihr, Euch Eurer Aufgaben zu besinnen und Bürgeranliegen nicht nur als “notwendiges Übel” zu betrachten?

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