Der erste Bürgerentscheid in der Geschichte Leipzigs hatte eine höhere Wahlbeteiligung als die letzte Oberbürgermeisterwahl. Mehr als 36 Prozent der 416.000 Wahlberechtigten haben ihre Stimme abgegeben.
Für den Erfolg des Entscheids hätten mindestens ein Viertel der Leipziger mit “Ja” stimmen müssen. Und sie haben es getan:
148 767 Bürger (Vorläufiges Ergebnis), eine überwältigende Mehrheit der Wähler stimmte mit “Ja” und hat somit die Privatisierung kommunaler Unternehmen (u.a. auch der Stadtwerke) für die nächsten drei Jahre verhindert.
Die Ergebnisse der Auszählung könnt Ihr Online HIER nachlesen.
Bürgerentscheid – Das Ergebnis heisst “Ja”.
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10 Kommentare
Ist ja schon irre, was sich da für eine breite Mehrheit gegen den Verkauf gebildet hat – aber mich würde jetzt mal interessieren, wieso SPD, CDU und FDP kaum eine Menschenseele mobilisieren konnten, um für den Verkauf zu stimmen.
man,man,man soviele idioten in unserer stadt… eine ohrfeige für jeden, der hier geboren und aufgewachsen ist…klar macht weiter schulden …lol
Auch wenn die Emotionen vielleicht gerade etwas hoch schlagen, bitte ich doch um Sachlichkeit und etwas Mässigung in den Kommentaren. Danke.
sorry, ich hatte meine emotionen nicht unter kontrolle. ich bitte um entschuldigung an jeden, der sich beleidigt gefühlt hat. …naja… es ist, wie es ist…leider
…Schulden werden weiter gemacht so oder so, mit dem Verkauf der SWL würden wir zwar kurzfristig die Schulden-Gesamtsumme (900 Mio)und deren Zinsen senken aber der zukünftige jährliche Anstieg der Schulden wäre mit geringeren Gewinnen nur umso größer.
…und warum hat unser OB Herr Jung nicht die Chance ergriffen “seinen” Bürgern vorzurechnen und zu erläutern WARUM sich der und weitere Verkäufe langfristig für Leipzig lohnen(jährlicher SWL Gewinn größer als Höhe der jährlichen Schuldzinsen!) .
Aber selbst die 100%ige Nutzung zur Schuldentilgung stand ja wohl nicht fest?!
Die Mehrheit hat entschieden – für Leipzig ärgerlich aber die Bürger werden schon sehen, was sie davon haben.
Wobei ich es fatal finde, wenn man jetzt auch die Stadtreinigung nicht privatisieren darf.
Straßenkehrer müssen nicht im öffentlichen Dienst tätig sein – die sollten entsprechend der Tätigkeit bezahlt werden !
Jetzt muß dieser OBM nur noch ein ganz klein wenig Mut haben und seinen Hut nehmen, um den Weg frei zu machen für neue politsche Verhältnisse im “Roten Rathaus” – welches so herrliche neoliberale, orthodox kapitalistische Ideen vertritt, daß man sich fragt, was SPD bedeutet außer: Wer hat uns… na ihr wißt schon.
Straßenkehrer müssen nicht im öffentlichen Dienst tätig sein – die sollten entsprechend der Tätigkeit bezahlt werden ! aha und dann versinkt der Leipziger Osten im Dreck, weil ja kein Geld dahinter steht, bezahlt ja dort keiner. Auf das die “besseren” Viertel ihren privaten Kehrdienst haben.
also ob der verkauf kommunaler betriebe, die an sich profitabel sind, etwas an der situation ändert, dass in leipzig weiterhin schulden gemacht werden. nette logik…