
Ab dem 1. Februar gilt das Sächsische Nichtraucherschutzgesetz. Auch die Leipziger dürfen sich dann über bessere Luft freuen, Raucher finden für ihr Laster nicht mehr allerorten Platz und Verständnis.
“Münchner Kneipen wirken wie neugeboren auf mich. Die Luft ist frisch, die Sicht ist klar, kein stinkender Aschenbecher verdreckt die Tische. Es ist einfach wunderbar”, beobachtet zum Beispiel der Exil-Leipziger Deef in Bayerns Landeshauptstadt, wo das Rauchverbot bereits seit Anfang Januar in Kraft ist. Die befürchtete Leere in den Kneipen ist ausgeblieben. Denn es wird allzuoft vergessen, dass beträchtliche Teile der Bevölkerung Nichtraucher sind.
Neben dem Rauchverbot in Behörden, Gerichten, Schulen etc. sorgt gerade die Anwendung des Gesetzes auf Einrichtungen der Gastronomie für viel Diskussionsstoff an den Stammtischen. Sogenannte Raucherclubs wird es in Sachsen nicht geben. Ausnahmen bestehen nur für abgetrennte Nebenräume von Gaststätten, diese müssen aber eindeutig gekennzeichnet sein. In Clubs und Discos besteht generell Rauchverbot, da helfen dem Betreiber auch keine Extra-Räume.
Wer das Paffen nicht lassen möchte, der handelt sich in Zukunft übrigens nicht nur selbst einen Rauswurf, sondern unter Umständen auch dem Betreiber einer Einrichtung grossen Ärger ein. Dieser ist nämlich für die Einhaltung des Rauchverbots in seinen Räumen verantwortlich und kann zur Rechenschaft gezogen werden. Rauchen als Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbusse von bis zu 5000 Euro geahndet werden. Was für einige Gastronomen den schnellen Ruin bedeuten könnte.
Das Sächsische Nichtraucherschutzgesetz gibt es HIER als PDF-Download. Wer mit dem Rauchen aufhören möchte, findet HIER Hilfe.
(Disclaimer: Der Autor dieses Artikels nimmt selbst ab und zu mal eine Zigarette in die Hand, meint aber:
Die wirklich coolen Typen erkennt man daran, dass sie nicht rauchen.)






7 Kommentare
“Die wirklich coolen Typen erkennt man daran, dass sie nicht rauchen.”
Dann sind 70 Prozent der Deutschen coole Typen. Ergo: Bitte den Satz nochmal überarbeiten.
Der Satz bleibt so stehen. Für alle Kinder.
Oh, Heldenstadt ist mit FSK 0 versehen. Vielleicht könntet ihr Euch mit Age-separated-Channels behelfen. Heldenstädtchen für die Kids. ;-)
Hm. In Bayern kann man die Nutzung der Kneipe auch zur geschlossenen Veranstaltung erklären, dann darf geraucht werden. Ergo hat die CSU die Räume der Klausur in Wildbad Kreuth zur geschlossenen VA erklärt. Sehr witzig.
Wenn man in Bayern mal auf dem Platten Land schaut, sieht die Lage anders aus. Die einen schließen – die anderen bauen Zelte mit Heizpilzen vor die Kneipe, damit die Leute draußen rauchen können. Drinnen war dann leer, selbst die nichtrauchenden waren im Zelt. Ökologisch halte ich das dann auch für sehr sinnvoll … Verbote sind scheisze!
Verbote sind Ultima ratio, aber manchmal unumgänglich.
Heldenstadt Leipzig ?
Das ist doch ein Witz, 1989 sind die Menschen in Leipzig für mehr Freiheit und gegen die SED Gängelei auf die Straße gegangen.
Heute werden (Rauch)Verbote kurzerhand verabschiedet.
Ich glaube das hätten sich Honecker & Konsorten damals nicht rausgenommen.
Ich kann mich auch nicht entsinnen das SPD, CDU zur Bundestagswahl gesagt hätten: “Wenn Ihr uns wählt dürft Ihr bald nicht mehr in Gastätten rauchen”
Stimmt, Leipzig-Sachsen, war urst gut bei Honni. Schnaps immer billig. Und der ganze Überwachungsstaat ist auch nicht negativ aufgefallen, weil man ja in der Kneipe rauchen durfte.
Ich versteh das auch nicht. Nach nur 20 Jahren Diskussion in der BRD beschließen die kurzerhand praktisch über Nacht in jedem Bundesland und sogar im Bezirk Leipzig einfach so knallhart Rauchverbote.
So schnell kann man nicht mal Diktatur der Volksgesundheit sagen, wie das ging. Tun die doch tatsächlich so, als wär Rauchen irgendwie ungesund. Tssss!