Nicht nur in unserem liebenswürdigen Stadtblog ist der Sommer in Form von reduzierter Tätigkeit eingezogen. Es geht ganz Leipzig so. Da fragt man sich, wo die digitale Boheme ist, die mit weißem Klapprechner am Cossi hockt oder auf der Wiese vor der GfzK oder am Grill im Clara-Park. Vielleicht lernt sie im Moment für die Bachelorprüfungen, oder ist gerade in den Endzügen des universitären Studierens oder Unterrichtens, oder mit Kind und Kegel in den Sommerurlaub gefahren. (Ja, in Sachsen sind Ferien. Und ja, der Autor dieser Zeilen hat seit heute auch Semesterferien und freut sich den Ast ab.) Aber was machen die, die trotzdem schreiben (sollten). Acht Fallbeispiele.
1.) Fifi bloggt nicht. Dabei ist doch gerade sein Monat. (Ich werfe einen Groschen ins Kalauer-Schwein.)
2.) Beim Blog des Theaters der Jungen Welt geht es gemächlich zu. Man betont das sehr gern.
3.) Robert verzieht sich zum Musikhören of Jahne.
4.) Heldenstädter Florian macht Splash in Bitterfeld. (Während ich am Montagmorgen einige Zeit in mit Festivalleichen überfüllten Regionalzügen verbringe. Ganz ohne Musik.)
5.) Thomas macht sich bei defsage schwere, einzigartige und bedeutungslose Gedanken im Sonnenuntergang.
6.) Gamat schaut sich fließendes Blut, Wasser und Schweiß sowie herumfliegendes Obst auf dem Leipziger Markt an.
7.) Woody geht auf Fotosafari zu einer alten russischen Dame.
8.) Sork tut das Gleiche und schaut sich trockene Brunnen an.
Bei Blut, Wasser, Schweiß, Musik, Reise und Obst bekomme ich richtig Lust auf die nächsten Wochen.





