Mensch, was diese Woche wieder alles los war und ist in der pessimistischsten Großstadt Deutschlands. 85 Prozent bezweifeln, dass es in Deutschland im nächsten Jahr voran geht. Ist ja kein Wunder. Leipzig braucht Projekte. Die Kehre 89 war so ein Großprojekt. Wer hat’s gemacht? Die Leipziger, ganz allein. Nur das Denkmal fehlt noch. Aber das gönnen wir großzügig den verwöhnten Ostberlinern. Olympia war auch so ein Projekt. Wer hat’s gemacht. Die Londoner. Aber dafür fährt der Betonlaster mit dem Logo immernoch durch die Stadt der Unken. Tja, nur aktuell sieht es nicht so rosig aus. Die Stadtwerke hängen uns an der Hacke, die Service-Kräfte der LVB stehen untätig herum, der Bürgermeister übt immernoch Volksnähe, um den Tunnel ist es still geworden, der ICE soll bald an Leipzig vorbeifahren, auf dem Flughafen gibt es weniger Nachtflüge und in der Hauptpost wird nur noch getanzt. Ach! Wo bleibt der Ruck? Ein paar Impulse gibt es doch: die Glockenmänner bimmeln wieder, die Stadt wollte an den Adventssonntagen die Läden öffnen, der neue Campus am Augustusplatz nimmt Gestalt an und die Paulinerkirche 2.0 bekommt eine formschöne Glaswand.
Auch die Leipziger Blogger versuchen und wagen den Aufbruch: das khaosviech gibt Laut, Stefan examiniert, Looza wortschöpft, Besteckfachinlaufrichtung konsomiert britische Medien und Torsten mahnt und warnt.
Schönen Tag der Deutschen Einheit!





