Das Leipziger Blogbarometer fällt diese Woche mächtig. Von 139 auf 124. Was ist der Grund? Vielleicht finden sich in den Blogbeiträgen hinweise darauf…
Majestic hängt offensichtlich vor der Glotze und philosophiert über supertalentierte Hartz-IV-Empfänger. (Keine Erklärung des Blogschwunds.)
Martin tested einen Service, der das Papier, dass ich immer ungelesen direkt vom Briefkasten in die Papiertonne trage, im Netz verfügbar macht. (Keine Erklärung des Blogschwunds.)
Torsten setzt seine Berichterstattung über den jüngsten Einbruch der Idiotie Vorschlag zur angeblichen Verkehrssicherheit in der Leipziger Innenstadt fort: das Radfahrverbot in einigen Bereichen der Innenstadt. Am 17. Dezember sollen die Städträte über den Vorschlag abstimmen. Spannend wird es. Ich möchte wetten, dass sie dafür stimmen, denn schließlich scheint es keine objektiven Gründe für die Sperrungen zu geben. Auf den ersten Blick klingt das widersprüchlich, ist es aber nicht: Stichwort “Lobbyarbeit”. Übrigens: Wie die L-IZ meldet, meint die Polizei, dass die Unfallstatistik keine Beschränkung des Radverkehrs nötig macht (sie ist sogar für eine generelle Freigabe des Radverkehrs in der Innenstadt). (Mögliche Erklärung des Blogschwunds: Blogger fahren Touri-, Rolli- und Rentnerslalom, solange er noch erlaubt ist.)
Uwe, sammelt Betreffzeilen, wo er doch viel leichter Visitenkarten sammeln könnte. (Keine Erklärung des Blogschwunds.)
Mandy zieht es in den Winterwald. (Keine Erklärung des Blogschwunds.)
Guido kuckt sich Schmalz an. (Keine Erklärung des Blogschwunds.)
Beim Ladenschluss gibt es einen Hinweis auf das neue Leipziger Projekt chronik.LE, das faschistische, rassistische und diskriminierende Gewalt und Ereignisse in Leipzig und Umgebung fortlaufend dokumentiert. Auch die L-IZ verweist auf das vom Bundesfamilienministerium geförderte Projekt. (Mögliche Erklärung des Blogschwunds: Blogger handeln gegen die offensichtlich zunehmende rechte Gewalt in der Messestadt.)
Wie sich zeigt, kann die Frage nach dem Schwund nicht abschließend geklärt werden. Vielleicht sollte man die fragen, die nun eben nicht gebloggt haben.





