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Social Media Officers Eutritzsch. Boomtown LE. Die Piper und der Rucksack.


“Straßenbahn Leipzig [Doku] (2017)” von Modellbahnwelt TV (YouTube).

“‘Legida’ gibt auf” (taz).
“Legida macht jetzt Kabarett “ (Kreuzer).
In Zukunft soll es keine Legida-Demos mehr in Leipzig geben, zumindest haben es die Organisatoren der rechten Aufläufe so angekündigt. Vergangenen Montag konnten sie nur noch rund 200 Leute mobilisieren. Zu den Gegendemos kamen zehnmal so viele Menschen. (Siehe auch “Wir müssen uns jetzt bekennen, verbünden und für die Demokratie kämpfen”, Metronaut vom Sonntag.)

“Bitte folgen! Sachsens Polizei im Netz” (Flurfunk DD).
Das Social-Media-Team der Polizei Sachsen sitzt – wer hätte es gedacht – in einem Zimmer in Eutritzsch. Drei PCs, vier Beamte, “ausschließlich Männer im Alter zwischen 28 und 42 Jahren, posten und tweeten” rund um die Uhr.

“Boomtown zulasten der Mieter” (taz).
Ein grosses “noch” hängt über dem Leipziger Wohnungsmarkt. “Die Wohnungsleerstände haben sich nach Schätzungen der Stadtverwaltung auf rund 22.000 Wohnungen fast halbiert.” Zwar entstehen quasi an jeder Ecke Neubauten. Doch für die bedarf es deutlich dickerer Lohntüten, als es den Durchschnittsleipziger/inne/n vergönnt ist.

“Der Absturz des Thomas Wagner” (Stern).
Eine fast völlig zerstörte Piper-Maschine und der unversehrte Rucksack. Das tragische Schicksal des Unister-Gründers und der Untergang seiner Firma. Wir rechnen fest mit einer Verfilmung.


“Silvester in Leipzig” von Julia Poppins (YouTube).

MUSIK!


Rap aus Leipzig: Kritikal27 – “1000 Blaupausen” (YouTube).

“Video Video” (Froh Froh).
Ein sehenswerter Video-Rundumschlag der FrohFroh-Kollegen. So war der Boiler Room in der Stadt, und auch Deko Deko und No Drama & Ty Grrr haben ihren Weg zu YouTube gefunden.

Mit zwei Fingern weniger ins neue Jahr. Wo sind all die Krähen her? Es ist noch was für die Heuschrecken da.


“Neujahrsjoggen um den Cossi” von AlteTerpe (YouTube).

“Lage zur Silvesternacht 2016/2017 in Leipzig” (Polizeibericht).
Der Jahreswechsel kurz zusammengefasst: Es kam zu Balkonbränden, Prügeleien und einen Brandanschlag auf das Arbeitsamt. Ausserdem hat vor dem Hauptbahnhof ein Mann zwei seiner Finger verloren. Alles Gute!

“Neujahrsansprache OBM Jung” (Facebook/Stadtverwaltung Leipzig).
“Mit Pöbeleien und Hass hat noch niemand ein Problem gelöst”, sagt Burkhard Jung in seiner Neujahrsansprache und gibt Props an alle, die in Leipzig etwas zur Integration von Geflüchteten beitragen. Lobende Erwähnung finden auch die gesunkene Arbeitslosenquote und die Spielerfolge von RB Leipzig. Ausserdem müssten aufgrund des starken Zuzugs jedes Jahr “fünf bis zehn Kitas und zwei Schulen” gebaut werden.

“Krähen in der Stadt” (Mephisto).
Woher all die dunklen Krähen stammen, die momentan wieder in der Gegend rumtippeln?
Die Antwort: Sie kommen aus Osteuropa und Russland. Die Viecher überwintern hierzulande.

“Nicht jedes Los gewinnt. Erzählungen vom Rummelplatz” (ZDF Mediathek).
Ein schönes Fundstück aus dem Nachtprogramm (danke dafür, Reihesiebenmitte): Eine Dokumentation über die Schausteller auf der Leipziger Kleinmesse, welche Clemens Meyer gemeinsam mit dem ZDF drehen durfte.

Wir kommen zu der Abteilung: “Orr… nöö, nicht schon wieder!”

“Der düstere Ruf der Eisenbahnstraße” (DPA-Bericht in der Sächsischen Zeitung).
Mit den Investoren kämen neue Probleme ins Viertel, meint ein Streetworker. “Weniger leerstehende Gebäude bedeuteten eben auch weniger Rückzugsräume und eine Verlagerung des Konsums in den öffentlichen Raum.”

“Ruhe bewahren im Boom” (FAZ).
Der neuste Hypezig-Artikel aus der Frankfurter Allgemeinen. Kleine Milchmädchenrechnung: Wenn “wie in allen größeren Städten im Osten rund drei Viertel der Häuser heute nicht mehr Einheimischen gehören”, bleibt noch ein Viertel für die Heuschrecken übrig, oder?

“Hier geht was” (Brand Eins/Verlagsbeilage).
Lesenswerter “Besuch in den Hinterhöfen und Hightech-Schmieden einer der am schnellsten wachsenden Städte Deutschlands”. Stammt allerdings aus einer vom Freistaat Sachsen bezahlten Beilage der Brand Eins. Sponsored Post, wie der Blogger sagt. Oder auch: Branded Positive Vibrations.

Ab in die Vergangenheit.

“‘Modetorheit Rundfunk’ – Leipzig 1925” (Wortblende).
Helle Freude über ein neuartiges Detektorradio in der guten Wohnstube.

“Erinnerungen – Ohne Kohlen – Weihnachten 1946 in Leipzig” (LVZ).
Über Nacht verschwanden die Latten von den Zäunen, immer wieder wurden Menschen auf Kohlensuche am Bayerischen Bahnhof zwischen Waggons zerquetscht. 120 Mark für ein Brot, aber Hauptsache der Krieg war vorbei.

Und zurück in die Gegenwart.

“2016, Du Arschloch” (Ende Mitte Zwanzig).
Neues Jahrhundert, andere Probleme. “Politisch und popkulturell war das Jahr (…) eine Katastrophe”, schreibt Marla in ihrem Blog.

Musike!

“Leipziger Rap 2016: Die wichtigsten Tracks” (Rapcircus).
Jake hat die seiner Meinung nach herausragendsten Hip-Hop-Clips des ausgelaufenen Jahres zusammengestellt. Yo! Es fällt auf, dass Leipzigs Rapszene von Männern dominiert wird, richtig?

“The Micronaut ‘Forms’ (Acker Records)” (Froh Froh).
Jens über das dritte Album von Micronaut: “Es gibt nun einen spürbaren Dreh zum komprimierten Power-Pop.” Und gleich die erste Kommentatorin ledert zurück: “Wie schade, dass der Verlauf von Micronauts Musik nicht in EURE Richtung geht. Umso mehr freue ICH mich (…)”.

“Listen to Leipzig” (Listen to Leipzig).
Wer sie noch nicht kennt: Das engagierte Team von Listen to Leipzig gibt auf seiner Playlist einen schönen Überblick über Leipzigs Musikszene. Prinzen inklusive.

Die Heldenstadt.de-Weihnachtsfeier (im Podcast): Eggnog für die Ohren!

War das ein wildes Jahr? Das war ein wildes Jahr!
In der neuen Ausgabe des Heldenstadt.dePodcasts blicken wir in aller Ruhe auf 2016 zurück, schreiben Dankeskarten an die Leipziger, die uns in den letzten Monaten besonders ans Herz gewachsen sind und schauen schon mal auf die (eher rar gesäten) popkulturellen Höhepunkte der kommenden Wochen. Also: macht Euch einen Glühwein, drückt auf Play und genießt den Eggnog unter den Heldenstadt.de-Podcasts!


[Bitte beachtet: Dieser Podcast wurde VOR dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche aufgezeichnet.]