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Ü40 in da Club? Mehrere Überfälle nach Karli-Beben. Leipziger Langzeit-Doku jetzt auf DVD.


“UT Connewitz 360° Capture” von Anja (Vimeo), via.

“Schicksal Ü40?” (MDR Kultur).
Ein näher benannter “fast 50 jähriger DJ” findet tröstende Worte für jene Ü40er, die fürchten, unter jüngeren Clubgängern allzu sehr aufzufallen: “Die sind in ihrer Selfie-Generation (..) die nehmen uns gar nicht wahr. Weder im Positiven noch im Negativen.”

“Leben und Leiden in Leipzig: Airbnb Edition” (Louise schreibt für alle).
Louise hat ihr Zimmer mit Hilfe von Airbnb vermietet. “Das funktionierte meistens ganz toll, aber ein paar Mal auch nicht. Dies ist eine der Geschichten, bei denen es nicht funktionierte.” Und die passierte während des WGT.

“A Week in Pictures 36/2016” (André Herrmann).
In einem seiner umfangreichen Wochenrückblicke hat André eine treffende Kritik am Karli-Beben versteckt: “Und wenn es nun wirklich immer das halbjährige Straßenfest geben muss, damit alle 16-Jährigen der Stadt mal gemeinsam einen Sekt zu viel trinken und sich die jungen Familien wieder darin bestätigt fühlen, dass sich ihre Eigentumswohnung noch immer im hippen Teil Leipzigs befindet, dann kann man das zwar machen, aber es ist eben doch ein wenig unecht.”
Unschön auch, dass es in der Nacht des Karli-Bebens zu mehreren Raubüberfällen in der Südvorstadt gekommen ist (Quelle: Polizeibericht).

“Isabel, Jenny und Sven” (Geheimtipp Leipzig).
Was für ein Tipp! Die äusserst sehenswerte Langzeit-Doku „Alles andere zeigt die Zeit – In Leipzig und anderswo 1989-2015“ von Andreas Voigt ist soeben auf DVD erschienen.

Zur Musik.

“Spotify motiviert Label zu 31 Sekunden langen Songs” (DRadio Wissen).
Erst wenn ein Song länger als 30 Sekunden gespielt wird, zahlt Spotify dafür an die Künstler. Wozu also längere Stücke produzieren? So ähnlich hat das Leipziger Label Analogsoul gedacht und ein Album mit nur 31 Sekunden langen Tracks herausgebracht.


Deko Deko – “Kid” (YouTube).

“Geschichten aus der Neustadt – Deko Deko im Interview” (Froh Froh).
Wer das Leipziger Elektropop-Duo Deko Deko live erleben möchte, sollte die Augen offen halten. Lena und Tristan wollen “… bis Jahresende noch ein paar größere Sachen machen. Am liebsten an Orten bei denen wir wissen, dass es cool ist. Das Rumtouren ist für uns nichts (…).”

Politik.

“Aufmärsche, Anfeindungen, Anschläge: Was der Streit um die Flüchtlingspolitik den Steuerzahler kostet” (Plusminus/Das Erste).
Mal unabhängig von der Überschrift listet dieser Beitrag unter anderem auf, welche Kosten und Schadenssummen nach den Ausschreitungen am 12. Dezember vergangenen Jahres in der Südvorstadt und Connewitz angefallen sind. Allein für brennende Mülltonnen: 26.000 Euro.

“Nach Witz über Namen: Shitstorm gegen MdB Bettina Kudla” (Flurfunk DD).
Kudla-Gate bei Twitter! Mit üblem Gossenjargon hat sich die für Leipziger CDU-Wähler im Bundestag sitzende Frau Kudla bis auf die Knochen blamiert, finden wir. Ihre daran anschliessende Rechtfertigung in der LVZ verstehen wir verkürzt ungefähr folgendermassen: Einerseits findet sie es “bedauerlich, dass es offenbar mitunter Aufmerksamkeit erregender Worte bedarf”, hat solche “in diesem Fall” aber trotzem gebraucht. Öhm…

OMG! Hier kommt der September-Sound Of Leipzig: 25 frische Tracks in einer Playlist.

Ihr braucht ne gute neue Playlist. Ihr kriegt ne gute neue Playlist! Nur hier treffen die angesagtesten Acts aus Leipzig auf Bands und Künstler, die jetzt im September in Leipzig zu Gast sind. Diese Mischung gibt’s nur im „The Sound Of Leipzig“, der vom Team Heldenstadt für Euch kuratierten Spotify-Playlist.

Die Palette der Leipziger Acts könnte kaum bunter sein, sie reicht von Elektropop über HipHop bis zu Jazz-Chanson! Freut Euch auf Arpen, Schrödingers Katze, Lessons, Baru, Morlockk Dilemma, Jorinde Jelen Band und Peter Piek.
Sie stehen Seite an Seite mit Weltstars, Newcomern und Geheimtipps, die jetzt im September in Leipzig auftreten werden – wie zum Beispiel Kings Of Convenience, Von Spar, Tua, Timothy Auld, Jata, Anderson East, Bernd Begemann, Abay, Poems For Laila, Rozhinkes, Tom Schilling & The Jazz Kids und viele mehr.

„The Sound Of Leipzig“ im September: 25 frische Tracks. Satte anderthalb Stunden Hörvergnügen. Viel Spaß!

Zufriedenes Leipzig. Irrsinniges Leipzig. Ehrenamtliches Leipzig: die kleine Blog- und Presseschau.

Wir haben mal wieder unsere Feedreader leergelesen und die besten Fundstücke für Euch rausgepickt und aufgehoben. Hier kommen unsere Leseempfehlungen aus den vergangenen Tagen.

Los geht diese Leipzig-“Tour de Blog” mit einem Sommer-Clip von Rapper Marek Notfall. So hätte Baywatch wohl ausgesehen, wenn es nicht an den Traumstränden von Malibu, sondern im Raum Leipzig gedreht worden wäre:


Marek Notfall – Baywatch (Youtube, via itsyours.info)

“Kommunale Bürgerumfrage 2015 ist ausgewertet” (Leipzig.de).
Die überwiegende Mehrheit der Leipzigerinnen und Leipziger ist ziemlich zufrieden mit der Stadt Leipzig und der hiesigen Lebensqualität. Wenn’s dann doch was zu schimpfen gibt, dann geht’s meistens um Kriminalität, Mieten und den Zustand der Straßen.

“Tagesmütter. Kitaplätze. Verrückte.” (Mulkeprotokolle).
Was Eltern bisweilen durchmachen müssen, um ihren Nachwuchs erfolgreich in einer Leipziger Kindertagesstätte anmelden zu können, ist eine Mischung aus Bürokratie, blankem Irrsinn, Zufall und … hatten wir Irrsinn schon?

Ohne ehrenamtliche Helfer ginge es nicht (Deutschlandradio Kultur).
“Wir schaffen das” – aber nicht ohne etliche Ehrenamtliche, die sich freiwillig in der Flüchtlingshilfe engagieren. Besonders gut funktioniert das in Leipzig, berichtet Thilo Schmidt im Deutschlandradio-Länderreport.

“Interview zur #TheVideoSummit: „Der Vblogging-Trend ist in Deutschland angekommen“” (Flurfunk Dresden).
Auf dass der Leipzig-Hype auch endlich Youtube erreichen möge: die Leipzig Tourismus und Marketing GmbH (LTM) und die Sächsische Staatskanzlei (of “So geht sächsisch” fame) haben für Anfang Oktober “50 der weltbesten Video Blogger eingeladen, um in Leipzig ein deutschlandweit einmaliges Treffen zu veranstalten.” Interesse? Die Tickets zum “Video Summit” kosten 629 Euro.

“Statt Badewannen” (Inch2).
Die Badewannenrennen vor’m Völki sind wohl Geschichte, dafür wird das Leipziger Wasserfest von Jahr zu Jahr größer und größer. Fester Bestandteil dieser Sause ist ein Pappbootrennen – Inch war dabei und hat das Ereignis in Wort und Bild festgehalten.

“Wider dem Boom!” (Verbogenes Leipzig).
Hmm, lecker … Ein Fleischer in der Elster-Passage hat seine ganz eigene Art, auf die wachsende Popularität der Stadt Leipzig zu reagieren.

“The 6 Most Overrated Beers Of Hypezig” (Bier in Leipzig).
Die Überschrift sagt eigentlich schon alles, die erste Zeile des Textes untermalt es noch einmal farbenfroh: “Die Bier-Liste des Todes. Der Hopfenfriedhof des Grauens. Das Malz-Massaker.” Na dann Prost.

“Wie es sich anfühlt, in einem zwei Meter großen Plüschkostüm durch die Welt zu laufen: besser als gedacht.” (Krautreporter).
Erwachsene Menschen hüllen sich in Dino-, Häschen-, Tiger- oder Wolfskostüme und treffen sich zu einer Convention in der Hauptstadt – die Furry-Szene ist bunt, skuril und vielfältig. Mittendrin: ein Leipziger, der sich verkleidet als Fuchs am Wohlsten fühlt.

“Der Fall Neustädter Straße 20” (Wortblende).
Dass alte Wohnhäuser ohne größere Vorwarnung einstürzten, kam in den Neunzigern in Leipzig immer mal wieder vor. Einer der spektakulärsten Einstürze ereignete sich im August 1992 unweit der Eisenbahnstraße.

“Urlaub mit der LVB I” (Geheimtipp Leipzig).
Kammamamachen: mit einem Tagesticket den lieben langen Tag von Tram-Endhaltestelle zu Tram-Endhaltestelle zuckeln und so neue Ecken der Stadt kennenlernen. Und in sieben Stunden vier Mal kontrolliert werden.