Das war die Woche in Leipzig. Das Beste aus der Heldenstadt.de-Morgenschau vom 30. April bis 4. Mai 2012.

Jeden Werktag gibt’s auf Heldenstadt.de Links, Geschichten und Meldungen aus und über Leipzig. Hier kommen die wichtigsten, schrägsten und/oder schönsten aus dieser Woche:

Montag. “Gentrifikation. Die Geister, die wir riefen” lautete unlängst das Motto einer Diskussionsrunde in der Distillery, die auf der Website des Vereins Kreatives Leipzig eine ausführliche Nachbetrachtung erhält und jetzt auch komplett bei Soundcloud nachzuhören ist.

Mittwoch. Zeitreise ins Leipzig des Jahres 1996: ein Straßenbahnfan hat damals Aufnahmen in der Stadt gemacht – und sie jetzt bei Youtube veröffentlicht:


Leipzig-Tram anno 1996 (Youtube)

Donnerstag. Telefonseelsorge für Leipziger Studis: diese Woche ist die Nightline gestartet, ein Sorgentelefon für Studenten. Ob Stress bei der Bachelor-Arbeit, Prüfungsangst oder Liebeskummer – unter (0341) 9737777 hören rund 20 ehrenamtliche Mitarbeiter zu und helfen (Mephisto 97.6, Campus Online/LVZ, Nightlines.eu).

Freitag. Interessant, wie Gäste aus anderen Ländern das hiesige (Nah-) Verkehrssystem wahrnehmen. Kate Hinds aus New York berichtet für das US-Blog Transportation Nation vom International Transport Forum in Leipzig und beobachtet hier Dinge, die uns eher selbstverständlich erscheinen. Und Tram-Fahren war für sie hier ein echtes Erlebnis… (“Live from Leipzig: A Photo Essay” und “I’m on a @#&! Tram”, transportationnation.org).

Die nächste Morgenschau gibt’s hier wie gewohnt am Montag um halb 9!
Bis dahin – weiterhin ein schönes Wochenende!

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Verrückt, dieser Leipziger Verkehr. Bildungs-Wunschzettel an Luftballons. Und bergeweise Tipps fürs Wochenende. Die Morgenschau vom Freitag, 4. Mai 2012.

Noch immer tobt das International Transport Forum in Leipzig. Gestern haben sich Verkehrsminister Ramsauer und sein chinesischer Kollege am Stand der Deutschen Bahn u.a. über die Containerzugverbindung Leipzig-Shenyang informiert (bahnaktuell.net).

Sehr interessant ist, wie Gäste aus anderen Ländern das hiesige (Nah-) Verkehrssystem wahrnehmen. Kate Hinds aus New York schreibt für das US-Verkehrsblog Transportation Nation vom Transport Forum und beobachtet Dinge, die uns eher selbstverständlich erscheinen. Lustig ist sie obendrein: einen “Vorsicht, Diebstahl”-Aufkleber der hiesigen Parkautomaten kommentiert sie wie folgt: “Sign advising drivers not to leave valuables in their parked cars — because otherwise a giant hand will come out of the sky and remove the entire vehicle. (Caveat: translation might not be precise.)” Hihi. (“Live from Leipzig: A Photo Essay” und “I’m on a @#&! Tram”, transportationnation.org)

Bis 2014 soll im Süden des Flughafens Leipzig/Halle in unmittelbarer Nähe zum World-Cargo-Center ein neues Luftfrachtzentrum entstehen. Damit wird der Frachtbereich des Airports erneut ausgebaut. Bisher werden auf der Fläche des neuen Zentrums große Frachter abgestellt und gewartet. Etwa 40 Millionen soll das neue Zentrum kosten (MDR, dapd/Freie Presse, airportzentrale.de).

Zu großer Andrang: nach dem Courage zeigen-Konzert am Montag äußern nun einige ihren Unmut über die neue Location des Konzertes. Am Markt sei nicht genügend Platz gewesen für alle Musikfans, so dass ab 20:30 Uhr die Eingänge zum Festival-Gelände geschlossen wurden. Aufgrund hoher Zäune war allerdings von “draussen” so gut wie nichts zu sehen (LVZ).

Mit Wunschzetteln an Luftballons haben gestern Studenten der Stadt gegen die Sparpolitik des sächsischen Wissenschaftsministeriums protestiert. Motto der Demo: “Wir gehen in die Luft”. Symbolisches Ziel der Ballons war das Ministerium in Dresden (MDR). Auch das Bundesbildungsministerium hat inzwischen den geplanten Stellenabbau an den Hochschulen im Freistaat kritisiert (dapd/t-online.de).

Der Zuschlag im Vergabeverfahren für die Stromkonzessionen in 14 Leipziger Stadtteilen zugunsten von EnivaM fiel 2011 nur denkbar knapp aus. Jetzt müssen die interessierten Energieunternehmen neue Angebote abgeben – OBM Jung betrachtet den Vorsprung von EnviaM nach einer Überprüfung des Verfahrens durch den Verwaltungsausschuss als “nicht mehr zwingend” (LIZ, LVZ).

Aus den Blogs:

Thomas macht sich, angeregt durch den taz-Artikel “Die Zukunft ist silbergrau”, auf den wir am Mittwoch hingewiesen hatten, Gedanken übers eigene Älterwerden: “Aktuell wohnen wir wegen der Kinder auf dem Dorf vor den Stadtgrenzen Leipzigs. Und so schön es hier draussen ist [...], so sehr steht auf der anderen Seite für uns auch fest, dass wir in spätestens 20 Jahren wieder in der Stadt wohnen werden” (“Eltern, zurück in die Stadt”, gigold.de).

Und bei Martin gibt’s mal wieder einen neuen seiner 101 Helden. Held Nummer 63 ist Tischler Fabian, den der Fotograf am Südplatz getroffen hat (101helden.de).

+++ Be-Be-Beat and Rhythm, Be-Beat and Rhythm! +++
Das Wochenende steht bevor, und wir haben wieder in den Veranstaltungskalendern der Stadt gewühlt und empfehlen Euch das hier:

Freitag.
Volles Programm heute für den dänischen Indiefolker Lasse Matthiessen. Erst besucht er heute die Redaktionen von Uniradio Mephisto und Detektor FM, und dann gibt er heute Abend ab 21 Uhr auch noch ein Konzert im Wächterhaus Ludwigstraße 99.


Lasse Matthiessen – Celluloid (Youtube)

Samstag.
Unter dem Motto “Nachtaktiv” laden 78 Museen in Halle und Leipzig am Samstag zur vierten gemeinsamen Museumsnacht ein. Alle Infos dazu findet Ihr hier. Außerdem start im Lofft die Tanzoffensive 2012, das größte Festival für zeitgenössischen Tanz in unserer Region. Und Indie-Deutschpop von Locas In Love seht und hört Ihr ab 20 Uhr in der Moritzbastei.


Locas In Love – An Den Falschen Orten (Youtube)

Sonntag.
Wer nicht NKOTBSB, dem vereinten Boyband-Wahnsinn aus New Kids On The Block und Backsteet Boys in der Arena zujubeln mag, interessiert sich vielleicht für Mr. Bugslow im Telegraph. Auch eine Band mit vier Boys, musikalisch versprechen die aber weniger Plastepop denn “Hörkino” – alternativen Electro-Jazz mit Ausflügen zu Rock und Funk.


Hector – Mr. Bugslow (Youtube)

Schönes Wochenende!

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Kummertelefon für Studenten. Klassenzimmer dicht. Leipziger bei der Re:publica in Berlin. Die Morgenschau vom Donnerstag, 3. Mai 2012.

Telefonseelsorge für Leipziger Studis: gestern ist die Nightline gestartet, das Sorgentelefon für Studenten der Stadt. Ob Stress bei der Bachelor-Arbeit, Prüfungsangst oder Liebeskummer – rund 20 ehrenamtliche Mitarbeiter hören zu und helfen weiter. Immer montags, mittwochs und freitags von 21 bis 1 Uhr unter der Nummer (0341) 9737777 (Mephisto 97.6, Campus Online/LVZ, Nightlines.eu).

Das Bauordnungsamt hat verfügt, dass an drei Schulen der Stadt einzelne Klassenzimmer aufgrund baulicher Mängel nicht mehr für den Unterricht genutzt werden dürfen. Betroffen sind eine Grundschule in Grünau, an der 145 Kinder lernen, das Technikzentrum einer Förderschule und eine Außenstelle des Förderzentrums für Erziehungshilfe. Insgesamt beläuft sich der Investionsbedarf an öffentlichen Schulen der Stadt auf über 570 Millionen Euro (MDR).

Mehr Sicherheit im internationalen Transport und Verkehr forderte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer bei der gestrigen Eröffnung des Weltverkehrsforums in Leipzig. Ramsauer, 53 Berufskollegen von ihm aus aller Welt und etliche Verkehrsexperten tagen noch bis morgen auf dem Messegelände (dpa/LVZ, Leipzig Fernsehen, Bahnaktuell.de).

Grün, kastenförmig, große Fenster: am Leipziger Hauptbahnhof soll im Sommer das weltweit erste Gebäude aus Hybridsteinen entstehen. Hybridsteine sind innen hohl, leicht und nur halb so groß wie herkömmliche Ziegel. Mit Holz und Lehm können die Hybriden allerdings nicht konkurrieren (“Hohle Steine für Öko-Häuser”, taz.de).

Aus den Blogs:

In Berlin läuft die Re:publica 2012, die Konferenz rund um Blogs, Social Media und alles ringherum. Auch einige Leipziger sind in der Hauptstadt dabei und berichten von ihrem Ausflug, zum Beispiel Konni, das Marsmädchen und heldenstadt’s very own Captain Corleone.
Unterdessen macht Grande schon mal Pläne für’s Wochenende in Leipzig und hat einige Empfehlungen parat.

+++ Be-Be-Beat and Rhythm, Be-Beat and Rhythm! +++

“Zeitlosen Gegenwartsfolk von ganz nah dran” (Eigenbeschreibung) hört Ihr, wenn Ihr heute Abend ins Noch Besser Leben nach Plagwitz kommt. Dort spielt ab 21 Uhr Binoculers aus Hamburg, die im wahren Leben Nadja Rüdebusch heisst:


Binoculers – “Easy In The Morning Sun” (Youtube)

Schönen Donnerstag!

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